Immer an Fronleichnam feiern die Kirchengemeinden von Erbshausen-Sulzwiesen, Gramschatz, Hausen, Hilpertshausen, Opferbaum, Rieden und Rupprechtshausen ein gemeinsames Fest: das Gregoriusfest in Fährbrück. Es wurde 1983 im damaligen Pfarrverband gegründet, um nach einer Renovierung Geld für die Wallfahrtskirche zu sammeln. Das Gregoriusfest gibt es noch immer, und es ist nach wie vor in der Region sehr beliebt.
Pater Adalbert Müller OSA war von 1979 bis 1991 Prior und Wallfahrtskurat in Fährbrück. Er gab dem Fest seinen Namen. Die Wallfahrtskirche hat zwei Kirchenpatrone, und zwar die Gottesmutter Maria (Mariä Himmelfahrt) und den heiligen Gregor den Großen. Seinerzeit wollten Pater Adalbert und die Kirchenverwaltung Fährbrück die Dörfer rund um die Wallfahrtskirche enger zusammenbringen und mit dem Festerlös das Gotteshaus unterstützen.
In seinen nunmehr 43 Jahren hat sich das Gregoriusfest kaum verändert, und es fand trotz der Auflösung des Augustinerkonvents Fährbrück im Jahr 2023 weiterhin statt. Die Kaffeebar zog im vergangenen Jahr zwar vom Nebengebäude in den ehemaligen Speisesaal des Klostergebäudes um, aber die Verantwortung dafür wechselt weiterhin im Turnus, und aus allen beteiligten Dörfern werden leckere Torten und Kuchen gebacken. Heuer teilten sich Hausen und Erbshausen-Sulzwiesen die Kaffeebar.
Die Stände für Getränke, Bratwürste, Steaks, Fischbrötchen und Laugengebäck sowie den Auf- und Abbau der Tischgarnituren übernehmen bestimmte Dörfer. Wie gewohnt ist der zeitliche Rahmen des Festes zwischen 14 und 20 Uhr klar gesteckt. Dass es auch in diesem Jahr „ein Selbstläufer war“, freut Augustinerpater Matthäus Klein, den Wallfahrtsseelsorger in Fährbrück. Er begrüßte die Gäste herzlich und mischte sich unter die Feiernden an den Tischen.
Das Gregoriusfest 2026 war trotz unsicherer Wetterprognose gut besucht. Im idyllischen Hof des ehemaligen Klosters unter den Kirschbäumen war es gemütlich. Leider kam gegen Abend ein Regenschauer, sodass sich die Gäste in die Innenräume und die Scheune zurückzogen. Hauptorganisator Alfons Konrad dankt allen, die beim Gregoriusfest tatkräftig mitgeholfen haben und mit ihrem Kommen die Tradition fortführten.















