Bei einer Vorabendmesse in der Pfarrkirche St. Laurentius und einem kleinen Empfang im Pfarrhaus haben sich Pfarrer Helmut Rügamer und Gläubige aus dem Pastoralen Raum Bergtheim-Fährbrück beim neu ernannten Bischof James Patteril bedankt und ihm gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Papst Leo XIV. hatte den Claretinerpater im August 2025 zum zweiten Bischof der 1999 errichteten syro-malabarischen Diözese Belthangady ernannt. Seine Bischofsweihe in Indien war am 5. November.
Seit fast 20 Jahren kennen sich Pfarrer Rügamer und der neu geweihte Bischof. Während seiner Zeit in Würzburg half „Pater James“ regelmäßig als Zelebrant bei Gottesdiensten aus. Die Gläubigen im Pastoralen Raum schätzen ihn sehr. Etliche besuchten auch seine mystischen und symbolreichen Gottesdienste im syro-malabarischen Ritus, die er für die indische Gemeinschaft in der gesamten Diözese Würzburg feierte, so auch in Unterpleichfeld.
Da Bischof James für wenige Tage noch einmal nach Würzburg kam, lud Pfarrer Rügamer ihn ein. „Ich habe mich über seine Ernennung sehr gefreut und bin überzeugt, dass er ein guter Bischof sein wird“, sagte Rügamer und bat Jesus als „Gott der Anfänge und Licht der Welt“ um seinen Beistand für das neue Amt. Bischof James erzählte anschaulich von seiner indischen Heimat, dem Apostel Thomas als Begründer des dortigen Christentums, den verschiedenen katholischen Riten sowie der christlichen Symbolik seines Landes.
Der Bischofssitz in der landwirtschaftlich geprägten Diözese Belthangady (Bundesstaat Karnataka) liegt in den Ausläufern der Gebirgszugs Westghats und nur etwa 30 Kilometer von seinem Geburtshaus entfernt. In dem rund 13.000 Quadratkilometer großen Bistum leben etwa 30.000 Katholiken in 55 Pfarreien. Der 62-jährige Bischof kennt Land und Leute sowie die Herausforderungen der Landwirte, die Gummi, Kokosnüsse, Kaffee oder Tee anbauen. Es ist eine junge, aufstrebende Diözese. Seit seiner Bischofsweihe hat Bischof James bereits sechs Männern das Sakrament der Priesterweihe gespendet, und zwar jeweils drei in Indien und drei in Deutschland.
In Unterpleichfeld war die Begegnung mit dem nahbaren Bischof sehr herzlich. Das war auch beim Umtrunk spürbar. Ein langjähriger Freund wurde mit guten Wünschen für seine Aufgabe als Bischof in Indien verabschiedet.













































