Mit einem feierlichen Gottesdienst begann in der Wallfahrtskirche Fährbrück die Österliche Bußzeit. Zelebrant des gut besuchten Abendgottesdienstes war Pater Matthäus Klein OSA.
Ein besonderes und zu Herzen gehendes Symbol prägte den Gottesdienst. In einer eigens vorbereiteten Feuerschale auf den Altarstufen entzündete Pater Matthäus ein Feuer. Darin verbrannte er die Palmzweige des vergangenen Jahres. Wo am Palmsonntag noch das jubelnde „Hosanna“ im Vordergrund stand, blieb nun Asche zurück. Pater Matthäus sammelte und segnete sie.
Während die Zweige in der Schale verbrannten, trug der Lektor Kurt Weisz Texte und Bitten vor. Sinnbildlich wurden Gedanken, Klagen und alte Vorurteile dem Feuer übergeben. Auch der Verstorbenen wurde gedacht, verbunden mit der christlichen Hoffnung auf neues Leben bei Gott. Deutlich wurde, dass das Vergangene mit allem Schönen, aber auch mit Leid, Enttäuschungen und Schuld in Gottes Hand gelegt wird, damit daraus Neues wachsen kann.
In seiner Predigt betonte Augustinerpater Matthäus, dass nicht äußere Formen des Fastens oder der Buße entscheidend seien, sondern die innere Gesinnung. Jesus nenne drei Bereiche für die Gestaltung dieser Zeit: Gebet, Fasten und Almosengeben. Das Teilen von Geld, Zeit, Leid, Schmerz, Freude und Glück stärke die Beziehung zu den Mitmenschen. Das Gebet könne von Angst befreien und innere Ruhe schenken.
Was der Mensch nicht selbst tragen könne, dürfe er Gott überlassen. „Die drei von Jesus aufgezeigten Wege Gebet, Fasten und Almosengeben sind der Schlüssel zu einem Mehr an Leben und zu wahrer Freiheit“, gab Pater Matthäus den Gläubigen einen Leitgedanken mit auf den Weg durch die österliche Bußzeit. Fasten würde dazu einladen zu fragen, was Menschen wirklich brauchen und ihnen gut tut. So könne ein Mehr an Leben und wahrer Freiheit wachsen.
Mit der gesegneten Asche zeichneten Pater Matthäus und Lektor Weisz den Gläubigen ein Kreuz auf die Stirn. Das Aschenkreuz steht dabei als Zeichen der Umkehr und als Bitte um Gottes Segen für den gemeinsamen Weg bis Ostern.













