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Maiandacht „Maria, Königin des Friedens“

Fährbrück
Wer kein gemeinsames Fundament hat, der kann auch kein schützendes Dach bauen.

Zu einer Marienfeier in der Wallfahrtskirche Fährbrück hatte Domkapitular Clemens Bieber in die frühbarocke Kirche mit der Gnadenmadonna von Johann Peter Wagner eingeladen. Die „Maiandachten mit Predigt“ an den Sonn- und Feiertagen im Mai sind immer gut besucht und werden von Musikkapellen aus der Region mitgestaltet. Diesmal spielte die Musikkapelle aus Erbshausen-Sulzwiesen unter der Leitung von Jörg Rath.

„Maria – Königin des Friedens“ war am Sonntag das Thema. Mit Liedern, Wechselgebeten, Worten aus dem Buch des Propheten Jesaja, Bittrufen und Gebeten beschäftigten sich die Mitfeiernden der Maiandacht mit dem Thema Frieden und Menschenwürde.

„Es geht heute um weit mehr als nur um einen Wirtschaftraum oder einen militärisch geschützten Kontinent. Es geht um unser aller Lebensraum, und somit um den Schutz menschlichen Lebens schon vor der Geburt bis zu seinem natürlichen von Gott verfügten Sterben und um den Schutz der uns anvertrauten Schöpfung, der natürlichen Umwelt“, sagte Domkapitular Clemens Bieber bei seiner Predigt.

Er sprach vom Wert und der Würde jedes einzelnen Menschen, von dessen Bildung und Befähigung zur Selbstsorge sowie dem Wert der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit. Selbst die zwölf Sterne auf der Europafahne sind laut Bieber ein religiöses Symbol als Zeichen zum Willen einer friedlichen Zukunft. Sie symbolisieren den goldenen Sternenkranz, mit dem die Gottesmutter oft dargestellt wird. Ohne ein gemeinsames Fundament könne eine friedvolle und lebenswerte Zukunft nicht gebaut werden.

Nach der Maiandacht waren alle eingeladen, im Grünen neben der Wallfahrtskirche und unter hohen Bäumen dem Standkonzert der Musikkapelle zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch das ist eine beliebte Tradition in Fährbrück.